Logo

Samstag, Mai 23, 2026

US-Gerichte werden mit Klagen überhäuft, bei denen sich Kläger mit KI-Unterstützung selbst vertreten

Eine Studie des MIT und der University of Southern California zeigt, dass die Zahl der Klagen ohne Anwalt an US-Bundesgerichten seit der Verbreitung von ChatGPT fast doppelt so hoch ist wie zuvor. Die Forscher werteten 4,5 Millionen zivile Klagen aus den Geschäftsjahren 2005 bis 2026 sowie 46 Millionen Einträge aus dem elektronischen Aktenregister PACER aus.
Untersucht wurde der Anteil der “pro se”-Quote, der Klagen, bei denen sich der Kläger selbst vertritt. Der Anteil liegt seit gut 20 Jahren recht stabil bei 11 Prozent. 2025 betrug der Anteil 16,8 Prozent. Die Gesamtzahl der Klagen belastet damit die Justiz, denn das Personal zur Abarbeitung der Klagen fehlt.
Bericht wurde bei SSRN (Elsevier) veröffentlicht, URL lautet https://papers.ssrn. … ?abstract_id=6766859

Berkeley Law School verbietet ihren Studierenden den KI-Einsatz im akademischen Umfeld

Forbes berichtet, dass die Berkeley Law School ihren Studierenden den KI-Einsatz im akademischen Umfeld verbietet:

  • The use of AI is prohibited for aid in conceptualizing, outlining, drafting, revising, translating, or editing any work submitted for credit.
  • AI use is prohibited for any use for any purpose in any exam situation.
  • Students may not upload course materials-including assignments, readings, slides, class recordings, or other class content-into generative AI systems.

In begrenztem Umfang bleibt Ki erlaubt:

AI can be used for research on papers ONLY for the limited purpose of identifying sources, such as cases, statutes, or secondary sources.

Eine Ausnahme gibt es für Kurse, die den Umgang mit KI vermitteln - und davon bietet die UC ja einige an (https://www.law.berk … ficial-intelligence/)

Chris Hoofnagle, Fakultätsdirektor des Berkeley Center for Law & Technology, erklärte dazu, dass insbesondere die rasante Zunahme der Fähigkeiten von Claude die Uni zu dem Schritt veranlasste, um die kognitiven Fähigkeiten zu schützen, die für eine juristische Ausbildung wesentlich sind.
URLs:

Donnerstag, Mai 21, 2026

KI-Modelle missachten Vorgaben und Anweisungen und versuchen hinterher Spuren des fehlverhaltens zu verwischen/löschen

Vom 16. Februar bis 16 März 2026 führte METR eine Pilotstudie durch, um Risiken der Diskrepanz zwischen KI-Agenten und den Zielen der Entwickler von Spitzentechnologie im Bereich der künstlichen Intelligenz zu bewerten; an dieser Studie beteiligten sich Anthropic, Google, Meta und OpenAI.
Laut METR gehören zu den wichtigsten Erkenntnisse, dass KI-Modelle ihre festgelegten Vorgaben umgehen und unkontrolliert agieren. In der Studie unterliefen die Modelle Anweisungen und versuchten in einigen Fällen sogar, ihre Spuren anschließend wieder zu verwischen.
URLs:

Montag, Mai 18, 2026

Deepl verarbeitet Kundendaten auf AWS-Servern

Ab dem 20. Mai 2026 verarbeitet Deepl Kundendaten auf AWS-Servern, Nachricht dazu ist bei Deepl unter https://support.deep … TS2WXGY2T11S8KXWZW38
Presseberichte unter:

Eine Diskussion dazu ist auf Reddit zu finden: https://www.reddit.c … or_processing/?tl=de. RA Steiger veröffentlichte das Ergebnis seiner Analyse des Transfer Impact Assessments (TIA) von Deepl dazu, das Ergebnis veröffentlichte er unter https://steigerlegal … amazon-web-services/.

78. Jahrestagung der OLG-Präsidenten: KI im Gericht gerne als Unterstützung, aber Entscheidung bleibt beim Menschen

Auf der 78. Jahrestagung der OLG-Präsidenten war auch KI ein Thema. Im Grundlagenpapier 2026 zum Einsatz von KI und algorithmischen Systemen in der Justiz finden sich sieben Handlungsempfehlungen. Sind nur eineinhalb Seiten, kann man also schnell überfliegen.
URLs: