Freitag, August 14, 2026
Ein Designerduo entwickelte einen Font zur Abwehr von Scraping: ShieldFont. Durch Ligaturen bekommen menschliche Leser einer Webseite einen normalen Text angezeigt, im HTML Code, den die KI-Crawler ja auslesen, findet sich aber etwas anderes. Der Clou: Der Satz bleibt grammatikalisch korrekt, aber der Sinn wird verfälscht. Beispielsweise wird das Wort “Pferd” durch durch das Wort “Kartoffel” ausgetauscht.
Da einige KI-Crawler sogar Bezahlschranken umgehen, kann die Methode auch aus Sicht von IT-Sicherheit oder Datenschutz interessant sein.
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Dienstag, August 11, 2026
Anthropic, OpenAI und Google geben verschlüsselte chain-of-thought Blöcke an Clients zurück, die über Sitzungen, Benutzer und Modelle hinweg wiedergegeben werden können.
Die Forscher fanden heraus, dass sich die Reasoning-Logs herauskopieren und in anderen KI-Modellen nutzen lassen, solange sie vom selben Unternehmen stammen. Heißt: Ein Reasoning-Log von GPT-5.6 Sol kann trotz Verschlüsselung in einer älteren Version von OpenAIs KI-Modellen genutzt werden, um denselben Kontext zu geben. Wurden bei einem solchen (älteren) Modell die Sicherheitsvorkehrungen per Jailbreak entfernt, kann das Modell genutzt werden, um die Verschlüsselung der Logs zu decodieren.
Für die Untersuchung wurden 6.708 öffentliche Repositories auf GitHub und Hugging Face genutzt, die von Claude-, GPT- oder Gemini-Modellen kreiert wurden. In diesen Repositories wurden insgesamt 315.320 Reasoning-Logs gefunden und entschlüsselt. In den entschlüsselten Reasoning-Logs befanden u.a.: 62 API-Schlüssel, 33 Passwörter, 24 Zugriffs-Tokens und 30 persönliche E-Mail-Adressen.
Den Forschern gelang es so, über einen vergleichsweise einfachen Umweg sensible Daten wie Passwörter und API-Schlüssel aus über API-Schnittstellen zugreifbaren LLM-Daten zu extrahieren.
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Montag, Juli 20, 2026
Ab dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Art. 50 der europäischen KI-Verordnung. die EU-Kommission veröffentlichte heute Leitlinien, mit denen sie Anbieter und Betreiber KI-Systeme bei der Erfüllung dieser Transparenzpflichten unterstützen will.
Die Leitlinien stehen aktuell nur in englischer Sprache zur Verfügung.
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Donnerstag, Juli 16, 2026
heise online berichtet über ein Projekt der Bundesdruckerei: Modelle für die Öffentliche Verwaltung Evaluieren (MÖVE). Das Projekt soll einen ganzheitlichen Benchmark zur Bewertung von LLMs im Kontext des deutschen öffentlichen Sektors darstellen. 39 Modelle werden dabei anhand von zwei sich ergänzenden Dimensionen bewertet: Leistungskriterien und Governance-Kriterien.
Die Leistungskriterien umfassen Zusammenfassung, Beantwortung von Fragen und Themenextraktion. Die Governance-Kriterien bewerten die Neigung zu Halluzinationen, den Energieverbrauch, die Transparenz der Anbieter sowie die Übereinstimmung mit deutschen Verfassungswerten und das Wissen über die Positionen deutscher politischer Parteien.
Die Ergebnisse zeigen, dass kein einzelnes Modell bei allen Kriterien dominiert. Insbesondere stellt die Modellgröße allein einen schlechter Prädiktor für die Qualität eines LLM dar. Die Ergebnisse des Benchmarks sind auf der Projekthomepage abrufbar.
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Dienstag, Juli 14, 2026
Die World Intellectual Property Organization (WIPO) veröffentlichte den Report „Top Generative AI Patent Trends in 2025“, welcher ie neuesten Entwicklungstendenzen bei Patenten für Erfindungen im Bereich der generativen KI im Jahr 2025 beleuchtet.
Die Zahl der GenAI-Erfindungen hat sich von 18.862 im Jahr 2024 auf 37.808 im Jahr 2025 in etwa verdoppelt. An sieben der zehn führenden Standorte für GenAI-Patente wurden allein in den letzten zwei Jahren mehr Patente für diesen Technologiebereich angemeldet als im gesamten vorangegangenen Jahrzehnt. China bleibt weiterhin der führende Standort für GenAI-Patente, doch die Vereinigten Staaten und Japan verzeichnen das schnellste Wachstum. Europa liegt im globalen Vergleich deutlich hinter Asien und den USA, verzeichnet aber ebenfalls einen starken Anstieg. Dabei überholte Deutschland Großbritannien als führenden Erfinderstandort für generative KI in Europa.
Die Wirtschaftsnationen mit den meisten GenAI-Patenten im Jahr 2025 sind:
- China
- Vereinigte Staaten
- Japan
- Republik Korea
- Indien
- Deutschland
- Kanada
- Vereinigtes Königreich
- Israel
- Schweiz
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