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Samstag, Mai 9, 2026

KI kostet Arbeitsplätze - aber nur, weil Unternehmen lieber Lohnkosten senken als Produktivität zu erhöhen

Wenn wir hören, dass Automatisierung und künstliche Intelligenz Arbeitsplätze ersetzen, mag es so aussehen, als würde eine technologische Flutwelle im Namen größerer Effizienz die Arbeitnehmer auf breiter Front verdrängen.
Eine Studie von Forschern der Massachusetts Institute of Technology sowie der Yale University zeigt, dass in den USA seit 1980 statt Automatisierung zur Steigerung der Produktivität einzusetzen, Unternehmen Automatisierung oft nutzen, um Mitarbeiter zu ersetzen, die eine “Lohnprämie” erhalten und höhere Gehälter beziehen als andere vergleichbare Arbeitnehmer. Für die vorliegende Studie nutzten die Forscher Daten aus zahlreichen Quellen, darunter Statistiken des US-amerikanischen Census Bureau, Daten aus dessen American Community Survey, Branchenzahlen und vieles mehr. Die Forscher analysierten 500 detaillierte demografische Gruppen, sortiert nach fünf Bildungsstufen sowie nach Geschlecht, Alter und ethnischem Hintergrund.
Die Studie zeigt zweierlei:

  1. Automatisierung beeinflusst das Wachstum der Einkommensungleichheit in den USA stärker, als vielen Beobachtern bewusst ist.
  2. Gleichzeitig führt Automatisierung nur zu einem mäßigen Produktivitätsanstieg, was darauf zurückzuführen ist, dass sich die Unternehmen darauf konzentrieren, die Löhne zu senken, statt nach technologiegestützten Wegen zur Steigerung der Effizienz und des langfristigen Wachstums zu suchen.

Die Studie schätzt, dass die Automatisierung für 52 Prozent des Anstiegs der Einkommensungleichheit von 1980 bis 2016 verantwortlich ist und dass etwa 10 Prozent speziell darauf zurückzuführen sind, dass Unternehmen Arbeitnehmer mit höheren Löhnen entlassen haben. Diese ineffiziente Ausrichtung auf bestimmte Mitarbeiter hat 60 bis 90 Prozent der in diesem Zeitraum durch Automatisierung erzielten Produktivitätsgewinne zunichte gemacht.
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