Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) veröffentlichte im Dezember 2025 die Studie “Digitale Souveränität und große Sprachmodelle in der Bundesverwaltung”m welche vom Kompetenzzentrums Öffentliche IT (Fraunhofer FOKUS) erstellt wurde.
Dabei wurde untersucht, wie souverän die Bundesverwaltung heute im Bereich der LLM-basierten Systeme ist. Dazu wurden KI-Lösungen der Bundesbehörden entlang dreier strategischer Ziele analysiert:
- Wechselmöglichkeit (Alternative Lösungen und Austauschbarkeit von Systemen),
- Gestaltungsfähigkeit (eigene technische und organisatorische Kompetenz) und
- Einfluss auf Anbieter (Markt- und Verhandlungsmacht).
Zentrale Ergebnisse der Studie sind:
- Auf LLM-Ebene nutzt die Bundesverwaltung überwiegend nicht-europäische Open-Source-Modelle, die in verwaltungsinterner Infrastruktur betrieben werden.Für viele typische LLM-Anwendungsfälle in der Bundesverwaltung existieren heute bereits Lösungen, die zum überwiegenden Teil eigenentwickelt sind, sodass nicht zwingend auf Produkte großer, nicht-europäischer Konzerne zurückgegriffen werden muss. Dies betrifft in den meisten Fällen das Frontend, während im Hintergrund LLM von nicht-europäischen Anbietern lokal im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.
Die Forscher untersuchten jedoch nicht, ob die Modelle der Open-Source Definition (siehe OSI unter https://opensource.org/ai/open-source-ai-definition) überhaupt erfüllen. Die meisten Modelle erfüllen maximal die Open Weights Kriterien (siehe OSI https://opensource.org/ai/open-weights).
URLs:
- Webseite BMDS: https://bmds.bund.de … der-bundesverwaltung
- pdf-Datei der Studie: https://bmds.bund.de … esverwaltung_CDR.pdf
